Was Jennifer Lopez mit meinem Volontariat zu tun hat

In meinem Jahr in Peru habe ich unglaublich viel gesehen, wahnsinnig viel erlebt und sehr viel gelernt. Doch eines der einprägsamsten Dinge, die mir hier über den Weg gelaufen sind, ist definitiv die Geräuschkulisse, die einen überall hin begleitet. Egal ob Salsa oder Reggeaton, es gibt kein Entkommen. Und wenn man nicht gerade ein fanatischer Follower der Latino-Charts ist und nicht euphorisch mitsingen kann, dann bringen fast nur noch die Kopfhörer (meine treuen Begleiter) Erlösung. Solange bis ein beliebiges Auto im Umkreis von 50m in den Rückwärtsgang schaltet und natürlich jeden darauf hinweisen muss, dass dieses Fahrzeug jetzt 2m rückwärts fährt und dazu eine übernatürlich hohe Melodie aus dem Lied „On the floor“ von Jennifer Lopez ( das hat sie nämlich mit meinem Volontariat zu tun) missbraucht. Dann hilft aber auch gar nichts mehr.

Aber genug beschwert, ich bin eigentlich ziemlich froh, dass ich mich im Februar 2018, kurz nach dem Weltweit-Wochenende, dafür entschieden habe nach Trujillo zu gehen. Als ich am 01. Oktober morgens früh mit dem Busunternehmen Cruz del Sur dort angekommen bin, wusste ich nur ungefähr, wie das jetzt alles werden wird und wurde dann erstmal von 2 meiner 5 Mitbewohner abgeholt. Unser Haus in Trujillo ist definitiv anders als alle anderen Unterkünfte der Volontäre in Lima oder Arequipa und obwohl wir ein wenig gebraucht haben um uns einzurichten und wohlzufühlen, war das Leben in der WG auf alle Fälle eine der besten Erfahrungen in Trujillo.

Aber ich habe ja nicht die ganze Zeit nur im Haus gechillt, sondern war auch mal arbeiten. Unter der Woche war das dann meistens Hausaufgabenbetreuung für die Kinder und Jugendlichen aus sozial schwachen Gebieten, die nach der Schule gekommen sind und samstags gab es noch ein extra Programm mit Sport, Spielen, Andacht, Persönlichkeitsbildung und Wertevermittlung, wobei ich meistens für den christlichen Teil verantwortlich war. Da es im YMCA in Trujillo aber nur 3 beständige Mitarbeiter gibt, konnte ich auch sehr viel selbst entscheiden und war ein vollwertiges Mitglied des Teams. Im Sommerprogramm habe ich dann noch Musik- und Englischunterricht gegeben und konnte so perfekt meine Stärken einbringen. Das ist aber nicht das einzige, was dort so gemacht wird, es gibt auch noch ein Programm mit den Müttern der Kinder, die lernen, wie sie ein kleines Unternehmen aufbauen können und nebenbei auch noch ihren Charakter und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln können. Denn der Standpunkt des YMCA´s ist mitten im ärmsten Viertel der Stadt und ohne unsere Mithilfe hat fast kaum jemand dort eine Chance aus dieser Lebenssituation herauszukommen, was unsere Arbeit nicht nur wichtig, sondern essenziell macht.

Wenn ich dann nach einer Stunde Busfahrt wieder zuhause war, konnte ich noch viel mit den Mädels aus meiner WG (die auch alle deutsche Volontäre sind) unternehmen, wobei wir in 70% der Fälle essen gegangen sind. In den anderen 30% sind wir zum Haus von David gegangen um dort eine Art Englischkurs für Studenten zu leiten und wo wir auch sehr viele unserer Freunde kennengelernt haben. Nach 2 Monaten habe ich auch eine echt coole Gemeinde gefunden, die meiner eigenen in Deutschland sehr ähnlich war und in der ich auch tolle Leute getroffen habe. Insgesamt ist das Leben in Trujillo auch einfach sehr entspannt, die Busse sind fast nie überfüllt und in einer Stunde ist man schon von einem Ende bis zum anderen gefahren. Der Himmel ist fast jeden Tag wolkenfrei und die meiste Zeit war es auch ziemlich warm, damit ich die kalte Dusche ertragen konnte. An den Wochenenden habe ich dann manchmal noch mit ein paar Freunden kurze Ausflüge zum Sandboarding, Zelten auf der Spitze eines Berges oder zu einem verlassenen Sandstrand gemacht.

Also, um das ganze dann hier auch mal zum Ende zu bringen, ich würde zu jeder Zeit wieder nach Trujillo gehen und bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte dort mein Jahr zu verbringen und so viel zu erleben, auch wenn der Name Jennifer Lopez für mich wahrscheinlich auf ewig mit Peru verbunden sein wird.

Interview zum Missionseinsatz in Chimbole mit Marla Peschke

„Selten so eine gute Zusammenarbeit erlebt“ – wenn peruanische und deutsche Volontäre anderen Menschen etwas Gutes tun wollen.

Ende Juli war eine Gruppe aus deutschen und peruanischen Volontären, für eine Woche in Chimbote und haben da ein Programm für mehr als 500  verschiedene Teilnehmern auf die Beine gestellt. Es wurden Kinder, Jugendliche, Junge Erwachsens, Studenten, Professoren und Frauen mit Behinderungen besucht und mit ihnen gespielt, gelacht, getanzt, von unserem Glauben erzählt und auch gemeinsam gearbeitet – zum Beispiel den Strand von Chimbote von Plastikmüll gesäubert.

Der YMCA Peru hat eine Partnerschaft mit der katholischen Hochschule in Chimbote. Wir haben die Hochschule und ihre vielen einzelnen Bereiche besucht. Marla Peschke berichtet von ihren Erfahrungen:

1. Marla, mit welchen drei Worten würdest Du den Missionseinsatz in Chimbote beschreiben und warum?

- Gemeinschaft: gutes, eingespieltes Team, alle das selbe Ziel

- Dienen: eine Woche anderen Menschen etwas Gutes tun

-  Zurückbekommen: obwohl man zum Geben gekommen ist, bekommt man trotzdem unglaublich viel zurück (Dankbarkeit, Zuneigung und Wertschätzung der Kinder, Erfahrungen)

2) Für welches Erlebnis bist Du am dankbarsten?

Mit einem tollen Team und dem Vorsatz ein Segen zu sein loszuziehen und mit einfachen Mitteln und unseren Ideen ein Programm durchzuführen, dass den Kindern Spaß macht und bei dem sie auch etwas über Gott lernen und gleichzeitig so viel zurückzubekommen.

3. Welche neue Erfahrung hast Du auf dem Einsatz gemacht?

Im "Hogar de La Paz" arbeiteten wir mit Frauen mit verschiedensten Behinderungen. Zuerst hatte ich ziemlich Respekt davor, das Programm zu planen und einfach mal auf gut Glück auszuprobieren, was geht und was nicht. Im Programm habe ich dann nochmal begriffen, dass jedes Lächeln, jede Umarmung, jedes nette Wort zählt und wir manchmal gar nichts "großes" geben müssen, um anderen Gutes zu tun.

4. Der Einsatz wurde von euch Volontären selbständig vorbereitet und durchgeführt. Wie hast Du die Organisation und die Zusammenarbeit unter Euch und mit den Peruanern erlebt?

Es haben alle sehr gut gemacht und es lief insgesamt auch sehr viel besser, als ich zu Anfang erwartet hatte. Jeder hatte im Vorfeld die ihm zugeteilten Aufgaben erledigt und seine Programme geplant. Keiner hatte sich irgendwie herausgenommen, jeder einen Teil, auf den er (mehr oder weniger) Lust hatte. Die Ausführung lief meistens auch reibungslos, da immer genug wachsame Augen im Blick hatten, dass es weiterging, alle mitmachten oder wo es noch an etwas fehlte. Also maximale Unterstützung für die jeweiligen Programmleiter.

Selten so eine gute Teamarbeit erlebt!

5) Was möchtest Du sonst nach sagen?

Eine gesegnete und sehr wertvolle Zeit, in der wir als Team sowie durch unsere Erfahrungen gewachsen sind. Gute Idee, etwas nachhaltiges zu machen und den werdenden CVJM in Chimbote zu unterstützen!

Das Leben und Arbeiten von zwei Freiwilligen in Arequipa

Stille. Luft schnappen. Angstverzerrte Gesichter. Ein Ruck. Der Bus rollt zurück. Lautes Geschrei. Ein Stoßgebet: Jesus, lass uns bitte nicht sterben!...
So oder ein bisschen weniger dramatisch verlief eine unserer ersten Busfahrten zur Arbeit.
Wir sind Miri und Marla, die Arequipavolis 2018/19 und wollen euch einen kleinen Einblick in unser Jahr geben.

Wir schauen auf eine mega wertvolle Zeit voller Abenteuer, spannender Begegnungen, einem lebendigen Gott und lehrreichen Erfahrungen zurück. Zu Anfang war es echt eine Umstellung, plötzlich in einer WG zu wohnen, ohne Mama die kocht, wäscht und einem mit Rat und Tat zur Seite steht.
Du bist selbst verantwortlich für den Wocheneinkauf, spülen, putzen und nebenbei sind da noch die Arbeit und Freunde... Selbständigkeit ahoi!
Was die Arbeit betrifft fühlten wir uns absolut am richtigen Platz. Korrekte Kollegen, gutes Arbeitsklima, Platz für eigene Ideen und Kreativität und ein Haufen toller Menschen mit denen wir arbeiten durften!
Unsere Arbeit bestand daraus, mit Kindern, Jugendlichen und Frauen aus dem ACJ Arequipa Beziehung zu leben, spielerisch zu lernen, Sport zu machen und ihnen Gottes Wort näher zu bringen. Hierbei war allerdings super viel Eigeninitiative gefragt. Außerdem wird im ACJ neben einigen weitern Projekten auch medizinische sowie psychologische Betreuung angeboten und stellt eine soziale Stütze für die Menschen vor Ort da.

Wir sind zwar oft an unsere Grenzen gekommen, aber konnten aus jeder Herausforderung etwas lernen und durften Gottes genialen Weg für uns Stück für Stück mehr erkennen. Er hat uns durch die Höhen und Tiefen dieses Jahres hindurch begleitet und uns Personen zur Seite gestellt, die uns inspiriert, unterstützt, herausgefordert und vor allem mit getragen haben.

Alles in Allem war unsere Zeit in Peru unglaublich bereichernd in vielerlei Hinsicht. Wir haben das Land und die Leute ins Herz geschlossen, viel über uns selbst dazugelernt, Gott auf neue Art und Weise erlebt und können eine solche Erfahrung aus vollem Herzen weiterempfehlen!

Miriam Disqué und Marla Peschke

Hausbau in Independencia in Lima

Welch eine Freude, wenn im Armenviertel Häuser gebaut werden können. Im März wurde das möglich, weil ein „Siemens-Kumpel“ von Michael Köhler ein Haus finanziert hat. Er war so berührt durch einen Besuch in Independencia, dass er hier gern helfen wollte.

Eine unserer aktuellen Volontärinnen, Lena, hat das Ganze per Video dokumentiert! @ Danke, Lena! Es gibt einen guten Einblick in die Lebenswelt der Familie dort vor Ort, in das Fundraising des Spenders und den konkreten Bau des Hauses.

Großartig, dass wir aufgrund der Liebe Gottes so lebensverändernde Dinge bewirken können!
„Wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.“ Sprüche 14,31

Hier gibt es bald den Film zum Download...

Interview mit Johanna Winterbauer über ihr Praktikum bei Anne-Sophie und Michael Köhler in Perú

Johanna, Du hast für fünf Monate ein Praktikum in Peru bei Anne-Sophie und Michael Köhler gemacht? Wie kam es dazu?

Nun, das war so: Ich habe letztes Jahr mein Bachelorstudium abgeschlossen und bin für 3 Monate auf eine Bibelschule gegangen. Während dieser Zeit habe ich viel darüber gebetet, wie ich die Zeit bis zum Master sinnvoll nutzen kann. In der Bibelschulzeit habe ich gemerkt, dass ich all die Theorie gerne in die Praxis umsetzen möchte. Eigentlich dachte ich nicht, dass ich nochmal für längere Zeit ins Ausland gehen würde, aber Gott hat mir Peru aufs Herz gelegt. Ich kannte den YMCA Peru bereits aufgrund der Partnerschaft mit der AG der CVJM. Als ich dann noch mitbekam, dass Anne-Sophie, die ich zuvor schon persönlich kannte, nun mit ihrer Familie in Peru ist, habe ich einfach gefragt und mir wurden alle Türen geöffnet.

Was waren deine Aufgaben? Was hat Dich motiviert und begeistert? Welche Hoffnung hast Du für Peru?
Ich habe zum einen in verschiedenen sozialen und christlichen Programmen des YMCA mitgearbeitet, auch in leitender Funktion. Ich durfte mir die Bereiche selbst auswählen und mich mit meinen Begabungen einbringen. Außerdem habe ich Anne-Sophie und Michael bei der Begleitung der deutschen Volontäre unterstützt und insgesamt drei Zwischenseminare für verschiedene Volontärsgruppen geleitet.

Die vielfältigen Aufgabenbereiche haben mir Spaß gemacht und es war etwas Besonderes, wie viel ich über die sozialen Lebenssituationen der Peruaner lernen und mich selbst einbringen konnte.

Wo und wie hast Du Gott erlebt?

Wow, da gab es viele Erlebnisse.

Zum einen habe ich Gott in der Lobpreis- und Gebetszeit im Frauenprogramm des Armenviertels Independencia erlebt. Es ist unglaublich, was für eine Kraft und Zuversicht Frauen trotz ihrer Lebensumstände erhalten, wenn sie Jesus anbeten.

Zum anderen habe ich die chaotischsten Situationen erlebt, in welchen ich gebetet habe: "Jesus, ich kann das Chaos nicht ordnen. Ich gebe mein Bestes für dich, aber du musst es in die Hand nehmen und wirken.“ Und tatsächlich, er hat gewirkt, er hat Menschen berührt und ich konnte gar nichts Anderes tun, als mich ihm als Werkzeug zur Verfügung zu stellen und ihm die Verantwortung abzugeben. Wie leicht und sinnerfüllt hat sich mein Leben dabei angefühlt!

Außerdem habe ich Gott in meiner Stillen Zeit erlebt. Er hat mich eine neue Art entdecken lassen, wie ich diese gestalten und ihm begegnen kann, was mir auch nach Peru in meinem persönlichen Glaubenswachstum hilft.

Welches war das schönste Kompliment, was Du in Peru erhalten hast?

Oh, es gab viele schöne Komplimente. Eines der schönsten war, als mir gedankt wurde für meine dienende Herzenshaltung und das offene Herz für die Bedürftigkeit der Menschen.

Wie hast Du dein Praktikum in Peru finanziert?

Zum einen selbst, ich habe vorher viel gearbeitet und angespart. Ich habe den Peru-Einsatz für mich selbst unter „Gott vertrauen“ gestellt und ihm auch meine Finanzen anvertraut und war bereit, alles selbst zu bezahlen, wenn er das möchte. Allerdings haben sich dann tatsächlich Bekannte bei mir gemeldet und gesagt, dass sie mich unterstützen möchten. Das war für mich eine tolle Bestätigung der Versorgung Gottes.

Wenn Du Deine Zeit in Peru verfilmen würdest, um welches Filmgenre würde es sich handeln?

Für mich war die Zeit in Peru wie eine Actionkomödie. Immer ist etwas passiert und oftmals war es auf irgendeine Weise amüsant.

Was wird dein nächstes Projekt?

Ich bin nun zum Masterstudium nach München gezogen, hoffe aber, weiterhin mit Peru in Kontakt zu bleiben und in irgendeiner Form nochmal dorthin zurückkehren zu können.

Welche Situation war besonders lustig, gefährlich, traurig, einzigartig...?

In Peru erlebt man wirklich alles! Lustig und seltsam zugleich war, als ich vegetarisches Essen für eine Volontärsgruppe bestellen wollte, die Peruaner das total verrückt fanden und ungläubig gefragt haben: „Vegetarisch? Auch kein Hühnchen??“

Traurig waren Einzelschicksale von Peruanern, die ich näher kennenlernen durfte und die aufgrund mangelnder finanzieller Möglichkeiten ihre gesundheitlichen Probleme nicht adäquat behandeln lassen konnten.

Wenn es eine Sache gäbe, die Du in Peru ändern könntest, was wäre das?

Das Bildungssystem! Ich würde ein einheitliches, kostenloses Bildungssystem schaffen wollen, das allen Schichten Zugang bietet und den herrschenden Teufelskreislauf (arm bleibt arm – reich wird reicher) durchbricht.

Vielen Dank, liebe Johanna, für das Interview mit deinen inspirierenden Auskünften!

[Das Inteerview wurde von Michael Köhler geführt.]

Peru versinkt im Plastikmüll - wie drei deutsche Volontäre das ändern wollen

Wir sind jetzt seit einigen Monaten als Volontäre im YMCA Peru unterwegs. Bereits nach den ersten Ausflügen wurde uns sehr schnell klar: Der Plastikkonsum in Lima ist immens hoch, bei vielen Menschen herrscht gar kein Bewusstsein über die negativen Auswirkungen auf die Umwelt, und man muss sehr schnell sein um Plastiktüten beim Einkauf zu vermeiden, denn die Verkäufer haben den Prozess des Einpackens mit Plastiktüten bereits automatisiert…

Nach einigen Gesprächen wollten wir also wenigstens einen kleinen Teil dazu beitragen, dass ein wenig mehr Bewusstsein entsteht. Für uns wäre es schon ein Erfolg, wenn am Ende des Jahres 10 Plastiktüten weniger genutzt werden würden.

Michael, unser deutscher Mentor in Lima, hat schnell gemerkt, wie wichtig uns dieses Thema ist und nach kurzer Zeit stand dann fest: Wir entwickeln ein Projekt, um die Menschen für den Konsum von Plastik zu sensibilisieren und mögliche Alternativen aufzuzeigen.

Nach verschiedensten Treffen der Vorbereitung, einem Haufen von Ideen und sehr vielen Gesprächen stand unser Ablauf des Projektes fest. Außerdem kamen wir auf die Idee, Stofftaschen mit dem Aufdruck „Sin Bolsa por favor“ (übersetzt: Ohne Tüte bitte) produzieren zu lassen und an die Teilnehmer des Projektes zu verteilen.

Wir haben die Möglichkeit bekommen, unser Projekt im YMCA Trujillo durchzuführen. Nach einer 10-stündigen Nachtfahrt sind wir hochmotiviert in Trujillo angekommen und wurden von unserem Mitvolontär Mathis in Empfang genommen. Nach einer kurzen Stärkung sind wir in den YMCA gefahren.

Dort haben wir mit 30 Jugendlichen und deren Eltern unser Plastikprojekt umgesetzt.

Zuerst hat Manuel mit einer PowerPoint Präsentation die Auswirkungen von zu hohem Plastikkonsum dargestellt. Er hat Bilder von der wunderschönen Landschaft von Peru gezeigt, dann aber auch solche, die mit Plastik bedeckte Strände in Trujillo zeigen. Er hat anhand von Gottes Schöpfung erklärt, wie wichtig der Umgang mit der Natur ist und dass uns allen die Verantwortung, die Schöpfung zu bewahren, zugesprochen ist.

Danach wurde es richtig interaktiv. Unter der Anleitung von Hannah haben die Teilnehmer sehr eigenständig viele Ideen zur Reduzierung von Plastik erarbeitet, konnten sich austauschen und viele Fragen stellen. Auch die Vorstellung der Ergebnisse lief wirklich gut.

Zuletzt verteilten wir die Stofftaschen mit Aufdruck, um die Vermeidung von Plastik so einfach wie möglich zu machen. Die Peruaner hatten Zeit, diese persönlich zu gestalten und noch einmal an diesem Tag ins Gespräch zu kommen.

Die Fahrt nach Trujillo und auch die Taschen wurden von Privatpersonen als auch durch Spenden der AG der CVJM finanziert. Es ist in Planung, dass wir als Volontäre Kuchenverkäufe im YMCA Lima veranstalten, um auch einen finanziellen Beitrag zu diesem Projekt beizusteuern. Dies werden wir in den folgenden Wochen planen und durchführen und freuen uns schon sehr darauf. Wir sind gespannt, mit wem wir noch alles über dieses Thema ins Gespräch kommen können!

Leandra Lotz , Volontärin 2018/2019

ACJ/CVJM Peru

YMCA Perú als Teil einer weltweiten Bewegung

Geschichte der ACJ

Die ACJ Peru (CVJM) Lima wurde 1920 gegründet. Sie arbeitet heute in 5 Zentren der Hauptstadt Lima und in Trujillo, im Norden des Landes. Beschäftigt sind insgesamt ca. 200 Mitarbeiter. Schwerpunkte sind Sport-, Freizeit- und Bildungsangebote und ein umfangreiches Entwicklungsprogramm in den "Pueblos jovenes" (den Elendsvierteln). Die gesamte Arbeit der ACJ soll dazu dienen, dass das Reich Gottes ausgebreitet wird. Ebenso wächst in den Armenvierteln der Millionenstadt Lima zusammen, was zusammen gehört: In Independencia und in Trujillo sind die diakonische Arbeit von Misión en Salud und die missionarische Arbeit vor allem unter Frauen und Kindern nicht mehr voneinander zu trennen. Es gibt sogar den Gedanken dort einen eigenen CVJM zu gründen, damit die Menschen nicht nur besucht werden, sondern auch Mitverantwortung für die Arbeit übernehmen. Seit 2018 arbeiten Anne-Sophie und Michael Köhler als Bruderschafts-Sekretäre in der ACJ Lima mit. Ziel ihres Dienstes ist es, die Einsatzbasis für die Volontäre zu koordinieren, die christliche Ausrichtung der Arbeit zu festigen sowie daran mitzuwirken, dass die Verkündigung des Evangeliums in allen anderen Arbeitsbereichen der ACJ zu einem festen Bestandteil wird. Darüber hinaus unterstützen sie die ACJ bei der Ausbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diesen wichtigen Arbeitszweig tragen.

AG-Tagung 2019

Die Tagung der AG zum 100-jährigem Jubiläum.
Vom 3. -  6. Oktober 2019 in Berlin.
Weitere Informationen hier.
Hier geht es direkt zum Flyer

Werkstatt der Hoffnung 2020

Termin: 2.–5.1.2020
Ort: Münchsteinach

Die Anmeldung erfolgt jeweils über den Verein vor Ort!
Hier findet ihr die Ausschreibung mit weiteren Informationen.

Weltweit-Wochenende 2020

Termin: 21.-23.2.2019
Ort: Münchsteinach

Wir freuen uns auf die Tage mit den neuen Volontären, das Wiedersehen mit den Rückkehrern und die Begegnungen mit allen, deren Herz für die weltweite Arbeit im CVJM schlägt! Melde dich gleich an und sei dabei.

Hier findest du die Einladungskarte.

Hier kommst du zum Anmeldeformular.

Alle wahrhaft großen Dinge des Lebens sind einfach, dynamisch und schöpferisch.
Joseph Murphy

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